Warum braucht der Hund sein Körbchen?
Es ist meistens die erste Frage, die ich einem neuen Kunden stelle: Hat der Hund seinen festen Platz? Sucht er diesen Platz gerne auf? Können Sie den Hund auf seinen Platz schicken? Bleibt er dort, solange, bis er wieder entlassen wird?
Es ist sehr selten, dass der Kunde diese Fragen alle mit Ja beantwortet. Kaum jemand hält es für notwendig, seinem Hund einen ganz klaren Platz zuzuweisen. Dabei ist das eine wichtige Grundübung und Voraussetzung für vieles andere: wer in der Wohnung über die Bewegungsfreiheit bestimmen kann, kann das auch außerhalb. Warum sollte der Hund sich draußen zurückrufen lassen oder die Begrenzung durch die Leine verstehen, wenn er zuhause keinerlei Einschränkungen zu akzeptieren gelernt hat? Über den sozialen Raum zu bestimmen, ist der beste Weg, gegenüber dem Hund den eigenen Führungsanspruch durchzusetzen – und zwar ohne Dominanzgehabe, Strafe und Stress.
Damit das klappt, müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Das Körbchen muss ein Ort der Sicherheit sein, es muss den Bedürfnissen des Hundes entsprechen und für den Hund ganz und gar positiv besetzt sein. Es darf keine Strafmaßnahme und kein „Abstellplatz“ sein.
Es erfordert Geduld und Konsequenz, sich die Kontrolle über den sozialen Raum zu erarbeiten. Deshalb ist diese Grundübung für den Menschen noch wichtiger als für den Hund – hier entscheidet sich bereits, ob die Weichen für die weitere Erziehung richtig gestellt sind.
Deshalb ist die Frage „Hat der Hund einen festen Platz?“ keine Nebensächlichkeit. Und deshalb steht sie für mich am Anfang jeder Erziehungsarbeit. Das gilt auch für den
Praxiskurs
„Werden Sie interessant für Ihren Hund!“.
Den ersten Teil des Praxiskurses können Sie übrigens unverbindlich und kostenlos
herunterladen und nachlesen, wie Sie in einfachen Schritten und in kurzer Zeit das Thema Körbchen neu erarbeiten können. Eine eigentlich ganz unspektakuläre Sache – aber mit großer Wirkung!